Ein Traumtagebuch führen

Ein Traumtagebuch führen

Wie ich bereits im vorangegangen Artikel „Träume deuten für Anfänger“ geschrieben habe, finde ich es wunderbar, ein Traumtagebuch zu führen. Hierzu möchte ich dir einige Ideen an die Hand geben.

Dann werde ich dir zwei Beispiele aus meinem persönlichen Traumtagebuch darstellen. Ich möchte dir aufzeigen, wie ich die Träume genutzt habe, damit du mit den deinen leichter umgehen kannst. Hierzu habe ich das Vorgehen aus dem oben genannten Artikel genutzt.

Grundlegendes zum Traumtagebuch

Wenn du dich entscheidest, ein Tagebuch, ob für Träume oder anderes zu nutzen, hol dir eines, das du gerne in die Hand nimmst. Beim Papier solltest du darauf achten, dass es nicht zu dünn ist. Die Papierstärke wird in Grammzahlen angegeben. Bei 80 Gramm Papier kann es sein, dass die Schrift auf der Rückseite durchscheint. Ich bevorzuge eine Papierstärke von mindestens 100 Gramm, besser noch 120 Gramm. Aus diesem Grund greife ich gerne auf Gäste- und Fotobücher zurück.

Du kannst dir ein einfach gestaltetes Buch holen und es von außen mit Fotos oder Zeichnungen selber gestalten.  Oder du holst dir ein Tagebuch, welches dir von der Gestaltung bereits gefällt.

Auch bei deinem Stift(en) solltest du darauf achten, dass du dein Schreibwerkzeug gerne in die Hand nimmst. Dass es sich gut anfühlt. Bei Farbstiften würde ich dir empfehlen auf den Künstlerbedarf zurück zu greifen. Die Unterschiede, vor allem bei Bundstiften, sind enorm.

Traumtagebuch gestalten

Traumtagebuh gestalten

Ich persönlich nutze ein Diktiergerät auf meinem Smartphone. Hierdurch bin ich zeitlich weniger beschränkt. Wenn du das nicht machen möchtest, solltest du dich morgens kurz hinsetzen und dir ein paar Stichworte in dein Traumtagebuch schreiben.

Bei der Gestaltung mache das, was dir gefällt. Arbeite mit Mindmaps, Gedichten, male selber, suche dir entsprechende Bilder im Internet … Es ist dein Traumtagebuch! Auch wenn ich selber nicht gut malen kann, würde ich dir empfehlen Bilder zu malen. Dein Traumtagebuch wird dadurch persönlicher. Durch die Bilder entstehen oft weitere Ideen. Ein Traumtagebuch ist eine herausragende Möglichkeit, deine Kreativität zu beflügeln.

Das Traumtagebuch gebrauchen

Ich habe mir in meinem Traumtagebuch ein Inhaltsverzeichnis mit Schlagworten angelegt. Wenn ich bei einem Thema nicht weiterweiß, schaue ich, ob es dazu einen Traum gab. Oftmals ergeben sich durch die Träume neue Ansatzpunkte und Ideen.

Du kannst das Traumtagebuch auch nutzen, um dich aufzuheitern, wenn du mal einen Durchhänger hast. Häufig sind unsere Träume ja doch sehr surreal. Ich muss jedenfalls des Öfteren lachen.

Traumtagebuch mein Nachttraum

Ein Nachttraum

Wie ich bereits angekündigt habe, möchte ich dir jetzt einen Nachttraum aus meinem Traumtagebuch erzählen. Ich erzähle ich ihn in der Gegenwartsform.

Es ist Sommer. Ich befinde mich in einem komplett pastellgelben kleinen Städtchen. Alles ist pastellgelb. Sowohl die Häuser als auch die Straßen. Es ist kurz vor Abend, so dass die Sonne lange Schatten wirft. Ich laufe einer Frau hinterher, die ein pfirsichfarbenes Kleid trägt. Ich sehe immer nur einen Zipfel ihres Kleides, wenn Sie um die nächste Ecke biegt. Ich weiß, wer die Frau ist, schaffe es aber nicht, sie einzuholen. Selber trage ich einen weißen Anzug. Wir beide werden von drei Männern in schwarzen Anzügen mit Hüten verfolgt. Die Männer sind eine Mischung aus den „grauen Männern“ von Momo und FBI Agenten aus amerikanischen Serien. Soweit mein Traum.

Erste Erkenntnisse

Die ersten Notizen die ich mir in mein Traumtagebuch schreibe sind dann: Es geht klar um Marielle. Eine Frau, die ich sehr anziehend finde. Ich will mehr als Freundschaft. Dass ich sie nicht einholen kann, irritiert mich. Zu den Männern habe ich gar keine Idee. Klar gibt es viele, die hinter ihr her sind und sie gerne als Freundin hätten, dennoch passt es irgendwie nicht.

Das Aufstellen

Was ich alles hätte „aufstellen“ können: Die Farbe Gelb. Marielle. Das orange Kleid. Meinen weißen Anzug (weiß wäre nicht die Farbe meiner Wahl). Die Stadt. Die Männer. Mich selber. Ich entscheide mich für: Das Labyrinth (der Stadt), die Männer und mich. Ich glaube vor den Aussagen von meiner Traum-Marielle hatte ich zu viel schiss.

Im Gespräch mit dem Labyrinth sagt mir dieses: „Du musst dir schon eine Abkürzung suchen. Wenn du ihr hinterherläufst, ist das wenig männlich. So wirst du sie auch nie einholen.“ Eine Idee für die Abkürzung konnte mir das Labyrinth nicht liefern. (Blödes Labyrinth!) So ist das manchmal in den Träumen. Die Lösung ist nicht immer sofort da. Aber die Suche nach einer Abkürzung war gestartet. Doch gehen wir weiter.

Traumtagebuch die schwarzen Männer

Die Männer sind nun an der Reihe. „Wir wollen nichts von Marielle. Wir wollen nur nicht, dass du sie kragst.“ Ich bin baff und gehe auf die Metaposition. Dann fällt mir wieder ein, dass Marielles beste Freundin immer dazwischengefunkt hat, sobald wir uns näherkamen.

Ein Plan entsteht

Manchmal führt der Weg zum Herzen einer Frau über die Hände der besten Freundin. Also beschloss ich mich bei unserem nächsten Treffen, etwas mehr mit der Freundin zu beschäftigen.

Hinterherlaufen ist vorbei! Ich wollte dafür sorgen, dass sie zu mir kam. Das wäre jetzt eine längere und kompliziertere Geschichte. Sie lief über viele Ecken und war auch etwas vom Glück abhängig. Aber wie so oft, das Glück ist mit den mutigen.

Der Rest ist Schweigen und Genießen.

In diesem Zusammenhang möchte ich dir meinen Artikel zum SCORE Modell ans Herz legen.

Traumtagebuch ein Tagtraum

Ein Tagtraum

In meinem Traumtagebuch halte ich, wie schon gesagt, auch Tagträume fest. Dieser Tagtraum entstand, in der Beschäftigung mit dem Bereich „Coaching“. Ich wollte mehr als Coach arbeiten und überlegte mir, wie das Ganze aussehen könne. Was mich dann erwartete war etwas skurril.

Ich stehe in einem weißen Gewand, ähnlich einem Kaftan, in der Südsee. Vor mir ragt ein dreißig Meter langer Steg ins Meer. An seinem Ende befindet sich ein auf Stelzen stehendes, einfaches Haus. Ich gebe einem Mann im Anzug die Hand und wir begeben uns über den Steg in das Haus hinein. Hier wird jetzt unsere Coachingsitzung stattfinden.

Uff, das passt ja gar nicht! Ist mein erster Gedanke. Ich würde zum einen nie ein weißes Gewand tragen und zum anderen nicht in die Südsee ziehen. Dafür liebe ich Köln zu sehr. Meine Freunde sind alle hier. Geht gar nicht!

Dennoch muss ja irgendetwas dran sein. Solche Gedanken kommen nicht umsonst.

Die Aufstellung

Ich entscheide mich, das weiße Gewand, den Steg und die Südsee aufzustellen.

Um den Artikel nicht in die Länge zu ziehen, schreibe ich dir hier „nur“ die Ergebnisse aus meinem Traumtagebuch auf.

Das weiße Gewand: Ich kann mich auf meine Lebensweisheit verlassen. Ich habe genug Erfahrungen gesammelt, um andere Menschen unterstützen zu können. Im Grunde kann ich unterschieden, wann es angesagt ist, zu fordern und wann die Zeit des „gewähren Lassens“ da ist.

Der Steg: Es ist wichtig, eine Brücke zu schlagen. Einen Weg, der aus dem Alltagsleben und -stress, in die Coachingsitzung führt. Anders herum ist es von wesentlicher Bedeutung, am Ende der Coachingsitzung die Brücke zum Alltagsleben herzustellen. Beides muss in Verbindung gebracht und manchmal auch, kurzfristig, voneinander getrennt sein.

Die Südsee: Für mich ist es  wesentlich, eine wärmende, nährende Umgebung sowie Gesprächskultur zu schaffen. Aus Ihr heraus kann eine üppige Flora von Neunen Ideen und Verhaltensweisen entstehen.

Fazit

Erstelle dein eigenes Traumtagebuch. Nutze deine Träume, um dich weiter zu entwickeln. Finde Lösungen und vor allem, sei kreativ!

Viel Spaß im Umgang mit deinen eigenen Träumen!

Weiterlesen

Soll ich meine Träume aufschreiben

Klartraum: Traumerinnerung

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