Blickkontakt – Der Türöffner!

Blickkontakt – Der Türöffner!

Blickkontakt ist der erste Kontakt, den wir aufnehmen, wenn wir in einer neuen Umgebung sind. Dieser Blickkontakt sagt bereits schon viel über dich aus. Wirkst du interessiert und damit interessant? Weichst du ihm aus, weil du unsicher bist? Wirkst du aggressiv, verführerisch, geheimnisvoll, verspielt, sinnlich … ? Das alles kann in einem Blick stecken oder wird in ihn hineininterpretiert.

Grund genug sich ausführlicher mit dem Blickkontakt zu beschäftigen. Es gibt sogar Menschen, die ihren Blickkontakt wie auch ihre restliche Körpersprache von dem Spiegel üben. Soweit musst du natürlich nicht gehen. Es ist jedoch eine gute Möglichkeit.

Blickkontakt beim betreten eines Raumes

Blickkontakt beim Betreten eines Raumes

Blickkontakt ist eigentlich nur eine Winzigkeit in der Fülle des „in Kontakt“ kommen. Dennoch fällt er vielen Menschen recht schwer. Allein schon das erscheinen auf einer Party, bei denen man nur wenige Gäste kennst, kann Furcht auslösen.

Viele Personen neigen dazu, möglichst schnell bekannte Gesichter zu suchen und sich auf sie zuzubewegen. Leider verpassen Sie dabei, das Lächeln der anderen, die sie noch nicht kennen.

Nur wenige Menschen halten es aus, die Blicke anderer auf sich zu ziehen. Noch weniger beherrschen die Kunst, dies gezielt zu tun. Letztendlich ist es jedoch reine Übungssache. Es ist eine Kunst, die du lernen kannst, wenn du möchtest.

Blickkontakt, Die Welt ist eine Bühne

Wir alle stehen auf einer Bühne

Sicherlich hast du schon mal jemanden gesehen, der eine Rede hält. Wenn derjenige sich sofort auf das, was er zu sagen hat, stürzt, wird die Darbietung wahrscheinlich wenig Interesse hervorrufen. Nimmt sich ein Redner Zeit, Blickkontakt aufzubauen, bevor er spricht, ist die Wahrscheinlichkeit eines spannenden Vortrags größer.

Derjenige, der erst einmal Blickkontakt aufnimmt, hat meist auch kein Problem mit Emotionen. Jede gute Rede wird Emotionen wecken. Sollten beide Darbietungen den gleichen Inhalt haben, wird dennoch derjenige, der die Wirkung des Blickkontaktes beachtet, den besseren Eindruck hinterlassen. Seine Rede wird schon dadurch gewinnen.

Nun stehen wir (leider?) alle auf einer Bühne. Wir werden von unserer Umgebung abgeschreckt und in eine Schublade gesteckt. Menschen sind nun mal so. Durch einen guten Blickkontakt hast du erheblich mehr Einfluss darauf, in welche Schublade du gesteckt wirst.

Bedenke dabei, dass egal, wer du bist und was du tust, es Menschen geben wird, die dich ablehnen. Das hat meist wenig, bis gar nichts mit dir zu tun. Es handelt sich meist um Übertragungen, die du nicht beeinflussen kannst. Damit steckt man dich in eine Schublade, in der du eigentlich nichts zu suchen hast.

In meiner Trainerausbildung habe ich gelernt, dass 30% der Menschen, denen wir begegnen uns nicht mögen. Konzentriere dich besser auf die anderen 70%. Das Schlimmste, was du in solchen Momenten tun kannst, ist „gefallen wollen“. Damit wirst du am ehesten die Meinung der anderen bestätigen. „Wenn ich unrecht hätte, würde er/sie sich ja nicht so anbiedern.

Blickkontakt, nicht nur beim Duell

High Noon

Sicherlich hast du schon mal einen Westen gesehen. Kurz vor einem Duell werden nur die Augen der Kontrahenten gezeigt. In Ihrem Blick liegen meist Entschlossenheit und sie wirken selbstsicher, auch wenn die Ganoven eh verlieren. Einen solchen Blick hinzubekommen ist tatsächlich Arbeit. Nach meinem Schauspielunterricht habe ich deutlich Hochachtung davor.

Auf meinem Buchcover von „Der Alchemist“ waren das Kopftuch und die Augen eines Beduinen zu sehen. Sie wirken geheimnisvoll und anziehend zugleich. Suche gezielt nach solchen Blicken. Du findest sie in Filmen, Illustrierten, Plakaten … Schaue, welche Blicke dich beeindrucken.

Dann probiere sie selber aus. Bei Filmen nutze, wenn möglich die Pausetaste um den Blick kurz zu studieren. Stelle ihn nach. Achte dabei darauf, wie sich der Blick für dich anfühlt. Letztendlich wirst du das Gefühl ausstrahlen, das sich bei dir einstellt. Mache ein Spiel daraus und nimm es nicht zu ernst. Es soll dir Freude bereiten.

Blickkontakt und Gefühle

Mal wider die Gefühle

Du kannst die Sache auch anders herum angehen. Achte bewusst auf deinen Gesichtsausdruck, wenn du ein bestimmtes Gefühl hast. Würde man dir dein Gefühl im Gesicht ablesen können? Wenn nicht, was müsstest du verändern, damit man es kann?

Egal, welches Gefühl du hast und wo du es entwickelst. Es ist meist möglich, kurz auf Toilette zu gehen. Dort hängt fast immer ein Spiegel, in den du hineinschauen kannst.

Wenn durch Freunde oder Bekannte ein Gefühl benannt wird, frage nach, wieso derjenige glaubt, dass du dich so fühlst. Woran macht er dein Gefühl fest? Die Aussage muss in keinem Fall stimmen. Meist geht sie mit dem Gedanken, „Wenn ich so schaue, bin ich …“, einher. Dennoch ist es eine gute Möglichkeit, dir Rückmeldungen zu holen.

Blickkontakt, der Dreiecksblick

Blickkontakt – der Dreiecksblick

Wenn wir an einem Menschen Interesse haben, stellt sich ein Dreiecksblick ein. Wir schauen von einem Auge in das Andere und auf den Mund. Da dieser Blickkontakt ein festes Ritual in Kontakten ist, kannst du ihn für dich nutzen.

Wenn du ein Interesse bei deinem Gegenüber erzielen willst, interessiere dich für ihn. Setze bewusst den Dreiecksblick ein.

Wenn du mehr möchtest, lasse das Dreieck langsam größer werden. Beziehe nach und nach die Brust mit ein. Gehe ruhig bis zum Schoß. An die Männer: Bleib erst einmal bei Mund und Augen. Auch die können bei einer Frau sehr schön sein! Dann sie mutig und weite den Blick aus. Für die Frauen: Männer schätzen in dem Bereich mutige Frauen. Auch du solltest deinen Blick ausweiten.

Handeln

Was du tun kannst

Das nächste Mal, wenn du einen Raum betrittst. Bleibe am Eingang stehen. Atme ruhig ein und vor allen Dingen aus. In Restaurants ist das Vorgehen einfacher als auf anderen Veranstaltungen. Über vielleicht zuerst dort, dann werde mutiger. Nutze jeden Raum dafür, deinen Blickkontakt zu üben.

Schaue dich in Ruhe im Raum um. Zähle dabei innerlich von 21 bis 30. Das lenkt dich von deinen Gedanken etwas ab. Es ist genug Zeit, um wahrgenommen zu werden. Gleichzeitig ist es kurz genug, damit es nicht komisch wirkt. Anfangs würde ich dir empfehlen, ein leichtes Lächeln „aufzusetzen“.

Wenn du nach diesen zehn Sekunden die Person erkannt hast, die du suchst, gehe langsam auf sie zu. Königinnen und Könige schreiten. Die Person kann auch der Kellner sein, der dich zu deinem Tisch bringt. Während du auf diese Person zugehst, lass dein Lächeln größer werden. So fühlt sich die Person gesehen und gemeint.

Wenn du diese einfache, aber nicht leichte, Übung ein paar Mal ausprobiert hast, versuche einen anderen Blickkontakt herzustellen. Vielleicht einen Geheimnisvollen. Oder, wie wäre es mal mit verführerisch?

Übe den Dreiecksblick.

Ich würde mich freuen, von deinen Erfahrungen zu hören. Viel Spaß beim Üben.

Hier findest du die Übersicht zu den Artikeln in diesem Blog.

Links

Was lässt sich tatsächlich von den Augen ablesen?

Körpersprache & Ausstrahlung

 

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