Der wichtigste Mensch in deinem Leben bist du!

Der wichtigste Mensch in deinem Leben bist du!

Bitte schnallen Sie sich an.

Vielleicht warst du schon mit dem Flugzeug unterwegs. Bevor das Flugzeug startet, werden die Sicherheitshinweise, mittlerweile fast immer durch einen Film, vorgestellt. Dabei geht es auch um das Thema „Druckabfall“. Sobald es zu einem Druckabfall kommt, fallen aus der Decke Atemmasken. Danach kommt der jetzt wichtige Teil der Sicherheitshinweise: „Bitte ziehen sie sich zuerst selber eine Atemmaske an, bevor sie Anderen helfen.“

Sei dir der wichtigste Mensch in deinem Leben

Warum das wichtig ist? Nun, wenn du ohnmächtig wirst, kannst du keinem Anderen mehr helfen.

Was uns im Flugzeug sinnig und nachvollziehbar erscheint, vergessen wir im alltäglichen Leben oft. Da kümmern wir uns zuerst um alle Anderen, bevor wir an uns selber denken. Dies gilt im Besonderen für Frauen. Ihnen ist die Fürsorglichkeit mit in die Gene gelegt. Aber auch immer mehr Männer betrifft dieses Thema. Das zeigt sich unter anderem an den steigenden Zahlen von Depressionen oder dem gesellschaftlich anerkannteren Burnout.

Wie du deine Fürsorglichkeit für andere auslebst, entscheidest du. Mach dir bitte, wie im Flugzeug klar: „Wenn du nicht mehr kannst und gegeben Falls sogar zusammenbrichst, kannst du auch für niemand Anderen oder deine Arbeit da sein.“

Wieso fällt uns das dennoch so schwer?

der wichtigste Mensch in deinem Leben zu sein ist nicht egoistisch

Ich will kein Egoist sein

Das ist eine Aussage, die ich von Klienten des Öfteren höre, wenn es um das Thema Selbstliebe geht. Auch ich kenne das von mir. Wer will schon gerne zu irgendeinem Zeitpunkt ein Egoist sein? Alleine schon dieser Gedankengang zeigt, dass du weit davon entfernt bist, egoistisch zu sein. Ein Egoist würde sich nämlich keine Gedanken darübermachen, ob er sich egoistisch verhält.

Selbstliebe und Selbstfürsorge haben rein gar nichts mit Egoismus zu tun. Denn nur, wenn du für dich der wichtigste Mensch in deinem Leben bist, sorgst du gut für dich. Solange du gut für dich sorgst, hast du auch die Energie, dich um Andere kümmern zu können. In dem Fall kannst du dann auch deine Fürsorglichkeit, gut einsetzten.

Andere werden nicht schlecht über dich denken, wenn du der wichtigste Mensch in deinem Leben bist

Ich habe Angst, was andere über mich denken

Nach meiner Erfahrung machen sich die Anderen viel weniger Gedanken über uns, als wir das glauben. Dennoch wirst du Menschen auf die Füße treten, wenn du dich mehr um dich kümmerst. Das vor allem dann, wenn du ihnen bisher die Arbeit abgenommen hast.

Ich hatte mal eine Kollegin, die konnte äußerst selten „Nein“ sagen. Jeder im Haus wusste, welche Knöpfe man drücken musste, damit sie einem die Arbeit abnahm. Da sie schon sehr lange in der Einrichtung war, lief das Ganze auf einer unbewussten Ebene ab. Mir ging das nicht anders. Ich hatte immer mehr zu tun, als ich schaffen konnte. Da war ich froh, die ein oder andere Arbeit abgeben zu können.

Es kam so, wie es kommen musste. Ich bekam eine Führungsposition und besagte Kollegin wechselte in mein Team. Mir viel auf, wie viel Arbeit sie von Anderen, auch von mir aufgedrückt bekam. In einem längeren Prozess konnten wir das Problem beseitigen. Und manche Kollegen, die ihr immer wieder gesagt hatten, was für ein toller Mensch sie doch sei, mieden sie. Das macht mich heute noch wütend, aber auch das ist ein Teil des Prozesses.

Wer dich wirklich mag, wird auch zu dir stehen, wenn du nicht mehr alles für ihn tust. Wer dich nur mag, weil du ihm Arbeit, Verantwortung oder beides abnimmst, sollte dir nicht so wichtig sein.

der wichtigste Mensch in deinem Leben zu sein bedeutet Selbstliebe

Das darf man doch nicht tun

Oft stehen uns Anteile aus unserer Kindheit im Wege, um in uns selbst den wichtigsten Menschen im eigenen Leben zu sehen. Hier finde ich das Konzept der „Antreiber“ aus der Transaktionsanalyse sehr hilfreich. Vielleicht schaffe ich es noch, darüber einen eigenen Artikel zu schreiben.  Bis dahin lese die dir die fünf Antreiber einfach laut vor und bemerke, auf welchen du besonders anspringst. Die Antreiber sind:

  • Sei Perfekt!
  • Mach schnell!
  • Streng dich an!
  • Mach es allen recht!
  • Sei stark!

Und wo findest du dich auf den ersten Eindruck wieder? Gehen wir die Antreiber kurz durch.

Sei Perfekt!

Das, was und wie du etwas erledigt hast, ist nicht genug. Du musst es besser, kreativer, intelligenter, … machen.

Mach dir bitte klar, dass niemand Perfekt ist. Fehler gehören zum Leben! Sie werden dich nicht umbringen und du kannst aus ihnen lernen.

Mach schnell!

Nur wenn du die Dinge zügig geregelt bekommst, bist du anerkannt. Leider geht es immer noch ein wenig schneller.

Du darfst und solltest dir die Zeit für dinge nehmen, die dir wichtig sind. Alles, was es wert ist, getan zu werden, ist es wert mit Ruhe und Bedacht getan zu werden. Wie heißt noch der Buchtitel zu einem Zeitmanagementbuch: „Wenn du es eilig hast, gehe langsam.“

Streng dich an!

Du musst immer für deinen Erfolg arbeiten. Meist richtig hart. Wenn du mal, so ganz aus versehen, erfolgreich bist, ohne hart dafür gearbeitet zu haben, wirst du den Erfolg wahrscheinlich nicht annehmen.

Hier eine klare Aussage meinerseits: „Du bis liebenswert, weil du, du bist!“ Noch einmal, damit du es nicht überliest: „Du bis liebenswert, weil du, du bist!“ Du must dafür nicht arbeiten und schon gar nicht hart!

Mach es allen recht!

Du machst deinen Wert daran fest, wie du die Erwartungen deines Umfeldes befriedigst. Darum geht es in dem ganzen Artikel. Mach dir also bitte nochmal klar: „Der wichtigste Mensch in deinem Leben bist du!“

Sei stark!

Deine Gefühle hast du hinter einem Panzer versteckt. Sie dürfen nicht nach außen dringen. Nur die Harten kommen in den Garten. Hast du schon mal überlegt, ob du überhaupt in den Garten möchtest?

Gefühle zu verbergen führt schnell zu Verdauungsproblemen und Magengeschwüren. Gefühle zu zeigen und damit umgehen zu können ist ein Zeichen von Stärke.

Du bist der wichtigste Mensch in deinem Leben

Was du tun kannst

Übernimm die Verantwortung für dich. Lass Zuschreibungen durch andere nicht zu. „Du bist wütend.“ „Dir geht es wohl nicht gut.“ „Sei nicht immer so zickig.“ Das sind die Wahrnehmungen der Anderen. Sie müssen nichts mit dir zu tun haben. Wenn es der richtige Zeitpunkt dafür ist, frage nach, wie die Anderen auf ihre Einschätzung kommen, oder überhör diese.

Wenn du dich wütend oder verletzt erlebst, sprich dieses im Freundeskreis an. Sollte dir das noch schwerfallen, taste dich vorsichtig heran.

Wenn du bei „Ich“ – Aussagen bleibst: „Ich fühle mich verletzt.“ anstelle von „Du“ – Botschaften: „Du hast mich verletzt.“ wird es für dich einfacher. Fang mit einfachen Dingen an. Wenn du bei einem Besuch kein Wasser, Tee, Kaffee … trinken magst, sage das. Wenn du eine Aussage als unangenehm empfindest, frage nach, was dein Gegenüber damit sagen möchte. Das reicht meist schon. Viele Menschen sagen Dinge, auch verletzende, einfach so vor sich hin ohne es selbst zu bemerken. Wenn du darauf aufmerksam machst, tust du auch ihnen einen Gefallen.

Sei dankbar für die Dinge und Gelegenheiten, die da sind. Vieles ist schon so selbstverständlich das wir es nicht mehr wahrnehmen. Zum Erfolgstagebuch hatte ich bereits etwas im Artikel „Plan B, wenn mal wieder alles kacke ist ….“ geschrieben. Du kannst das Erfolgstagebuch auch nutzen, um dir aufzuschreiben, wofür du dankbar bist. Am Besten schreibst du dir die Dinge am Abend auf und liest sie morgens nach dem Aufstehen noch einmal durch.

Lerne zu verzeihen! Anderen, aber vor allen Dingen dir selber. Wir alle gehen mit uns selbst härter ins Gericht, als wir das mit anderen Menschen machen würden. Achte darauf, wie du mit dir selber sprichst. Versuche, negative Aussagen über dich selber, immer mehr in positive Selbstaussagen zu verwandeln. Manchmal macht es Sinn, positive Selbstaussagen über dich auf kleine Karteikarten aufzuschreiben. Die kannst du dann immer mal wieder durchlesen.

Der wichtigste Mensch in deinem Leben bist du!

Achte gut auf dich und sei dir selbst der beste Freund der Welt! Wir brauchen Menschen die gut auf sich achten und anderen, vor allen den Kindern, vorleben, wie das geht.

Weitergehende Literatur

Bücher

Liebe dich selbst wie deinen Nächsten – Stephen G. Giilligan

Ich weiß, wer zu dir passt – Tanja Strobel

Wie man Lebenspläne verändert – Claude Steiner

Weiterlesen

5 Mal Treib-Stoff – Was sind Ihre Antreiber?

Auf dich achten: 8 einfache Wege, wie du gut zu dir bist
 

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