In 6 Schritten vom Wunsch zum Ziel

Vorab

Dier Grundideen in dem Artikel entstanden während meiner NLP-Ausbildung bei Tom Andreas.  Ein paar Ergänzungen sind hinzugekommen. Einige Sachen habe ich vorerst weggelassen. Ich werde dir das Vorgehen so beschreiben, dass du nur diesen Artikel lesen brauchst. Wenn du etwas Zeit hast, würde ich dir empfehlen, meinen Artikel zum SCORE Modell zu lesen. Einige Punkte werden sich wiederholen. Ich möchte zum einen dafür sorgen, dass jeder sein Ziel erreichen kann. Zum anderen glaube ich, dass Wiederholungen Sorge tragen, dass wir uns Dinge besser einprägen. Doch jetzt viel Erfolg bei deiner Zielplanung.

Worum geht es?

Ich möchte dir eine weitere Strategie vorstellen, mit der du aus einem Wunsch ein Ziel formulieren kannst. Hierbei achten wir zuerst darauf, dass dein Ziel positiv formuliert und selbst erreichbar ist. Wir gehen dazu über, dass du dir dein Ziel so vorstellen kannst, als hättest du es schon erreicht. Danach geht es um die Konkretisierung, die Erkennungskriterien und Konsequenzen für dein Ziel.

positives Ziel

Formuliere dein Ziel positiv

Was willst du? Wenn dir gleich mehrere Ziele in den Sinn kommen sollten, ist das nicht ungewöhnlich. Wähle eines, an dem du arbeiten möchtest, aus. Wenn du nicht viel Erfahrung mit der Zielplanung hast, wähle ein „mittelschweres“ Ziel. Ein zu leicht erreichbares Ziel würde dich unterfordern. Bei großen Zielen wird es am Anfang vielleicht schwierig.

Ich erlebe immer wieder, dass Menschen schnell wissen, was sie nicht mehr wollen. Beispielsweise „Ich will nicht mehr so viel alleine sein.“ Die Lösung könnte lauten „Dann geh samstags nachmittags in die Stadt, da bist du nie alleine.“ Ob das wirklich die Lösung ist, bezweifele ich.

Der Nachteil von „nicht wollen“ und „vermeiden“ ist, dass sich unser Geist, genau darauf fokussiert. Daher geschehen genau die Dinge, die wir nicht wollen, in unserem Leben. Es gibt da einen Spruch, von dem ich leider nicht weiß, wo ich ihn aufgegriffen habe. „Der beste Weg so zu werden, wie deine Mutter ist dir vorzunehmen, nie so zu werden wie sie.“ Leider trifft er zu. Ich denke, das Gleiche gilt auch für den Vater.

Wenn dir also einfällt, was du nicht möchtest, Frage dich: „Was will ich stattdessen?“

Das Thema „Abnehmen“ ist ein Paradox. Aus dem Grund klappt es viel zu selten. Abnehmen bedeutet, weniger zu werden. Dagegen wird sich sowohl dein Körper als auch dein Geist wehren. Wenn „Abnehmen“ dein Ziel ist, oder wenn du keine positive Formulierung gefunden hast, mach doch diese Übung: „Nimm dir einen Moment Zeit. Stell dir vor, du hättest dein Ziel erreicht. Was hat sich in deinem Leben verändert?“ Hieraus ergibt sich eventuell ein Ziel.

Wichtig ist es, dass du DEIN Ziel findest. Beim Abnehmen war es bei mir beispielsweise: „Ich kann mir Kleidung aussuchen, ohne zuerst zu schauen, was es in meiner Größe gibt.“ Über diese Zielformulierung haben viele gelächelt. Es war mein Ziel und es hat funktioniert. Heute lächle ich!

Dein Ziel sollte selbst erreichbar sein

Dein Ziel sollte so formuliert sein, dass du es selbst erreichen kannst. Es sollte unabhängig davon sein, was andere Menschen tun , lassen oder denken. Wenn du dein Ziel davon abhängig machst, wie andere handeln, gerätst du in eine Spirale aus Abhängigkeit und Hilflosigkeit. Das auch dann, wenn dein Ziel für alle von Vorteil und noch so wünschenswert ist.

Frage dich: „Was kannst du selbst dazu beitragen, deinen Wunsch zu verwirklichen? Welche Eigenschaften, Ressourcen, Fähigkeiten und Erfahrungen kannst du Nutzen? Worauf kannst du bauen? Was von deinem Wunsch hast du vielleicht schon ins Leben gebracht?“

nutze alle Sinne für dein Ziel

Erlebe dein Ziel mit allen Sinnen

Ich würde dir wieder empfehlen, dir Zeit zu nehmen und die Augen zu schließen. Selbstverständlich, nachdem du den Text gelesen hast.

Stell dir deinen Wunsch so vor, als hättest du ihn bereits erreicht. Nimm wahr, was es wahrzunehmen gibt.  Was siehst du? Bist du alleine oder mit anderen Menschen zusammen? Feierst du vielleicht gerade dein Ziel? Was kannst du hören? Vielleicht gibt es Geräusche, Stimmen oder eventuell sprichst du zu dir selber? Sicherlich hast du ein besonderes Gefühl! Manchmal kannst du auch etwas riechen oder schmecken. Sicher hast du dieses besondere Gefühl.

Wenn du dein Ziel gefunden hast und auch während du auf dem Weg dorthin bist, würde ich dir raten, diese mentale Übung regelmäßig durchzuführen. Entweder vor dem Einschlafen oder vor dem Aufstehen. Das wird deine Motivation stärken.

Konkretisiere dein Ziel in Raum und Zeit

Es ist wichtig, dir klarzumachen, wann du dein Ziel erreichen willst und wann nicht. Hier ein Beispiel: „Ich werde meine Ziele hartnäckig verfolgen.“ Das kann im Beruf sehr gut und bedeutend sein. In einer Beziehung, dem Freundeskreis und der Familie ist es auch angebracht, zurückstecken zu können.

Wenn du dir darüber im Klaren bist, wo, wann und mit wem du ein bestimmtes Ziel erreichen willst, wird es einfacher, dein Ziel zu erreichen. Vielleicht hast du ja ein Ziel, das sich auf dein gesamtes Leben auswirken wird. In welchem Bereich wirst du die Auswirkung am stärksten spüren? In welchem Teil deines Lebens wird dir die Umsetzung am leichtesten fallen? Suche dir einen der beiden Punkte aus und beginne dort mit der Umsetzung.

Was dir weiterhelfen kann: „Woran wirst du erkennen, dass der richtige Zeitpunkt gekommen ist, um deinen Wunsch anzusteuern? In welchem Rahmen möchtest du deinen Wunsch verwirklicht haben, mit welchen Menschen, in welcher Zeit? Stell dir dein Verhalten vor, wenn du deinen Wunsch verwirklicht hast. Stell dir vor, wie du dich in deiner Umgebung bewegst, was du gerade konkret tust und sagst.“

woran erkennst du dein Ziel

Bestimme die Erkennungskriterien für dein Ziel

Es ist bedeutsam, dass du für dich klar hast, ob dich dein Handeln dem Ziel näher bringt oder davon entfernt. Je sinnesspezifischer du Erkennungsmerkmale, die dich zu deinem Ziel führen, benennst, umso sicherer wirst du Abweichungen von deinem Weg wahrnehmen. Es geht darum, dass du deine persönlichen Feedbackschleifen schaffst. Das beinhaltet, dass du dir schon auf dem Weg Belohnungen für die Mühen gönnst. Hierzu solltest du dein Ziel in Etappenziele herunterbrechen. Das Erreichen eines Etappenziels ist gleichzeitig der Beweis, dass du dich auf dem richtigen Weg befindest.

Hier ein paar Fragen dazu: „Steht der Beweis, dass du dich auf dem richtigen Weg befindest, im Zusammenhang mit deinem Wunsch? Wie wirst du merken, dass du deinen Wunsch verwirklicht hast? Woran wirst du schon vorher erkennen, dass du der Verwirklichung näher kommst? An welchen Kriterien erkennst du, dass du Teile deines Wunsches verwirklicht hast?“

Prüfe dein Ziel auf Konsequenzen und Stimmigkeit

Leider kommt es vor, dass wir so angetan von unserem Ziel sind, dass wir den Rest unseres Lebens ausblenden. Deswegen solltest du überlegen, welche Schwierigkeiten es geben könnte, wenn du dein Ziel erreichst. Schau dir bitte meine Grundgedanken an. In meiner NLP-Ausbildung habe ich gelernt, mindestens drei negative Folgen zu beschreiben. Das würde ich dir auch empfehlen.

Es geht darum, dass du für dich Möglichkeiten findest, um dich auf diese Situationen vorzubereiten. Wie könntest du dein Ziel anpassen, dass aus den Risiken vielleicht Chancen werden?

Es empfiehlt sich auch, dir nahestehende Personen, am Prozess und dem Weg teilhaben zu lassen. Durch das Erreichen von Zielen sind schon Ehen gescheitert! Den meisten Menschen gefällt es, wenn sie am Leben anderer teilhaben dürfen. Das kann für eine Beziehung, gleich welcher Art, förderlich sein.

Fragen, die hilfreich sein können: „Welche (zukünftigen) Folgen wird es haben, wenn der Wunsch verwirklicht ist? Was bedeutet es für die Menschen in deinem Umfeld, wenn du deinen Wunsch erreicht hast? Gibt es Folgen, die nicht angemessen sind? Gibt es Bereiche, in denen die Verwirklichung negativ wäre? Welche drei negativen Konsequenzen könnten sich aus der Verwirklichung oder dem Weg dorthin ergeben?“

auf zum Ziel

Fazit

Wenn du aus deinem Wunsch ein Ziel machen möchtest, solltest du folgende sechs Punkte beachten:

  1. Formuliere dein Ziel positiv.
  2. Gestalte dein Ziel so, dass du es selbst erreichen kannst.
  3. Erlebe dein Ziel, vorweg, mit allen Sinnen.
  4. Konkretisiere dein Ziel in Raum und Zeit.
  5. Bestimme Erkennungskriterien für dein Ziel.
  6. Prüfe dein Ziel auf Konsequenzen und Stimmigkeit.

Nimm dir Zeit zum Planen. Bestimme gleichzeitig den Zeitpunkt, an dem du in die Umsetzung gehst. Du kannst auch auf deinem Weg weiterplanen.

Ich wünsche dir viel Freude und Erfolg, was auch immer du darunter verstehst, bei der Zielerreichung!

 

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