von offenen Türen

… von offenen Türen

… von offenen Türen – ist mein zweiter Beitrag zur Blogparade von Kiwi Pfingsten. Den Link zur Blogparade „Wenn Türen sich öffnen…“ findest du unten.

Ich habe mich bemüht, die Beiträge so zu gestalten, dass sie jeweils in sich abgeschlossen sind. Wenn du den Ersten lesen möchtest, den findest du hier.

Nach offenen Türen muss man suchen

Sucht und ihr werdet finden.

Es ist schon Jahre her, dass ich von folgendem Experiment gelesen habe. Ich glaube, es war bei Martin Seligman.

In einer Zeitung wurden Teilnehmer für ein psychologisches Experiment gesucht. Es ging um Menschen, die von sich annahmen, dass sie entweder Glückskinder oder Pechvögel seien.

In einem ersten Interview wurden je 25 (glaube ich) Teilnehmer ausgesucht, die sich für eindeutige Glückskinder beziehungsweise Pechvögel hielten. Sie wurden zu einem zweiten Test in eine Villa am Stadtrand eingeladen.

Die Villa lag in einem Park. Der eigentliche Test fand tatsächlich auf dem Weg dorthin statt. Auf dem Weg durch den Park wurde an immer der gleichen Stelle ein 5 Dollarschein auf den Boden gelegt.

Was glaubst du, wie viele der Glückskinder diesen Schein fanden? Wie viele der Pechvögel haben ihn übersehen?

Ich werde es dir verraten. Alle Menschen, die von sich glaubten Glückskinder zu sein, fanden den Geldschein. Von den Menschen, die sich für Pechvögel hielten, hat ihn kein einziger entdeckt.

Mich hat dieses Experiment tief beeindruckt. Ich habe mich nie für einen Pechvogel gehalten. Ich war, gefühlsmäßig jedoch näher an diesem, als am Glückskind.

Nach dem Lesen dieses Experimentes beschloss ich mein Denken über mich, zu ändern. Ich entschied mich, offenen Türen mehr Chancen zu geben, mich zu entdecken und umgekehrt.

Deine Gedanken über dich

Deine Gedanken über dich können die (deine) Welt verändern. Wenn du merkst, dass du in Gedanken etwa Folgendes denkst: „Bei mir läuft (immer) alles schief.“; „Andere haben mehr Glück als ich.“; „Das bekomme ich nie hin.“ …

Erst einmal herzlich willkommen im Club! So geht es vielen Menschen.

Schiebe deine Gedanken, vorsichtig aber bestimmt zur Seite und ersetze sie durch andere: „Derzeit läuft es vielleicht nicht so gut, es wird besser werden.“; „Andere haben Glück, das wird sich bei mir auch einstellen.“; „Das bekomme ich noch nicht hin.“

Alte Gedankenmuster sind hartnäckig. Sie tauchen immer mal wieder auf. Bleib am Ball. Ich glaube an dich und du solltest, dass auch tun. Dieses Thema habe ich ausführlich in einem anderen Artikel beschrieben. Den Artikel findest du hier.

Mein Ausgangspunkt zu den offenen Türen

Mein Ausgangspunkt

Ich war gefeuert worden. Meine Karriere vorbei, nach dem sie so gut begonnen hatte. Ich war arbeitslos. Zur gleichen Zeit gab meine Freundin mir den Laufpass und zog mit meinem Nachfolger im Unternehmen zusammen.  „Alles Scheiße … Deine Elly.“

Nachdem der Schock und die Trauer einigermaßen abgeklungen waren, ging es ums Aufräumen. Ich musste mich, an den gerade noch verbliebenen Haren aus dem Sumpf ziehen. Daher zog ich Bilanz. Was konnte ich, was wollte ich und vor allem, was wollte ich nicht.

Mir wurde sehr schnell klar, dass ich mein „Element“ gefunden hatte. Ein Element, in dem ich richtig, richtig gut war. In diesem Bereich wollte ich nach offenen Türen suchen.

Wenn du noch auf der Suche nach deinem Element bist, können dir deine Fähigkeiten eine Richtung weisen.

Von Fähigkeiten zu offenen Türen

Von Fähigkeiten zu offenen Türen

Finde bitte mindestens fünf, besser zehn Fähigkeiten, die dir besonders liegen und an denen du Spaß hast.

Gemeinhin fällt es uns leichter unsere Schwächen zu erkennen, als unsere Fähigkeiten. Das liegt unter anderem daran, dass wir die Dinge, die wir besonders gut können, gewissermaßen normal finden. Wir glauben, dass sie jeder besitzt, und stellen unser Licht gerne unter den Scheffel.

Ich bitte dich jetzt, dein Licht unter dem Scheffel hervor zu holen. Wisch den Staub, der sich über die Jahre angesammelt hat etwas weg! Hierfür gibt es zwei einfache Methoden.

Die erste Methode ist schnell und ohne großen Aufwand umzusetzen. Frage deine Freunde und Bekannten nach deinen Stärken. Höre genau hin und frage gezielt nach, damit du das Gesagte auch wirklich verstehst.

Die zweite Methode basiert auf deiner Idee von Vera Birkenbihl. Dieses Vorgehen ist etwas umfangreicher, im Hinblick auf dein Element, sehr gewinnbringend. Du benötigen eine Notizmöglichkeit. Das geht heute mit jedem Smartphone. Und einen Timer. Den hat auch jedes Smartphone.

Stelle den Timer auf ca. 20 Minuten ein. Jedes Mal, wenn dein Smartphone vibriert, schreibst du dir die Tätigkeit auf, die du in diesem Moment verrichtest. Nach einem Monat dürftest du jede Menge Tätigkeiten aufgeschrieben haben.

Nun geht es in die Auswertung. Streiche die doppelten Tätigkeiten. Dann überlegst du zu jeder Tätigkeit, welche Fähigkeiten du benötigst, um die Tätigkeit durchzuführen. Im nächsten Schritt notiere dir zu jeder Fähigkeit, wie gut du darin bist. Benutze eine Skala von „1“ bis „10“. „1“ steht dafür, dass du diese Fähigkeit kaum beherrschst. Bei „10“ bist du richtig, richtig gut, was diese Fähigkeit angeht.

Suche deine TOP zehn Fähigkeiten heraus. Am Besten nimmst du die Fähigkeiten, in denen du richtig gut bist und die dir obendrein Spaß machen.

Du solltest dir deine zehn herausragendsten Fähigkeiten aufschreiben. Hänge sie dir sie so auf, dass du sie öfters am Tag lesen kannst. Damit bist du deinem Element schon ein ganzes Stück nähergekommen. Hier noch ein paar Fragen, die dir zusätzlich weiterhelfen können.

  • Was kannst du unternehmen, um diese Fähigkeiten noch weiter auszubauen?
  • Wie kannst du diese Fähigkeiten noch gezielter in deine Arbeit oder Freizeit einbringen?
  • Kannst du anderen diese Fähigkeiten weitervermitteln? Wenn ja, wem und wie?

Wie es mit mir weiterging

Zu dem Zeitpunkt meiner Kündigung hatte ich das Glück, durch Überstunden und nicht genommen Urlaub, noch zwei Monate Zeit zu haben. Diese Zeit habe ich, wie gesagt, Bilanz gezogen und mich gezielt auf Stellen beworben. Ich wusste, was ich wollte und was ich konnte. Dan kam die Ernüchterung.

Sie sind zu alt. Sie sind zu jung. Ihre Qualifikationen reichen nicht aus. Sie sind überqualifiziert. Waren die Gründe der Absagen. Nicht nur, dass ich nach einem Monat immer noch keine Stelle hatte, die Aussagen widersprachen sich auch noch. Dann kamen die ersten Vorstellungsgespräche.

Drei Unternehmen wollten mich sofort einstellen. Allerdings boten Sie mir eine Anstellung an, die meiner früheren Arbeit entsprach. Ich beschloss mir treu zu bleiben und lehnte die drei Angebote ab. Sicherlich ein Spiel mit dem Feuer. Ich hatte beschlossen nach offenen Türen zu suchen, nicht durch alte wieder hindurchzugehen.

Nach sieben Wochen erhielt ich das Angebot genau in dem Bereich zu arbeiten, in den ich wollte. Der kleine Haken daran war, dass es sich um eine freiberufliche Stelle handelte. Ich entschloss mich diese Tür zu nehmen, und mich selbständig zu machen. Ab diesem Zeitpunkt kam es zu vielen offenen Türen. Daher bin ich nach wie vor glücklich und zufrieden, offene Türen gefunden und genutzt zu haben. Dazu im nächsten Artikel noch etwas mehr.

Sicherlich habe ich hier mit dem Feuer gespielt. Ich habe genauso eine klare Entscheidung getroffen. Manche Entscheidungen sollten gut durchdacht werden. Hierzu hatte ich bereits einen Beitrag geschrieben, den du hier findest.

Die offenen Türen der Selbständigkeit

Die offenen Türen der Selbständigkeit

Ich glaube, dass wir in einer Zeit der Selbstständigkeit leben. In vielen Unternehmen, vor allem im Bereich „Technologie“, bestehen Teams aus Freiberuflern. Diese Teams werden für ein Projekt zusammengestellt. Nach Beendigung des Projektes wechseln die Teammitglieder wieder in ein neues Team oder sogar in eine andere Firma.

Mir hat eine Idee von der schon benannten Vera Birkenbihl bei meiner Entscheidung sehr geholfen. Frau Birkenbihl schlug in einem Seminar vor, dass man sich als Selbstständiger ansehen soll. Wenn man angestellt ist, sollte man, nach Frau Birkenbihl, davon ausgehen, selbstständig zu sein und seine Arbeitskraft an das Unternehmen „vermieten“.

Ich weiß, dass es nur ein Gedankenspiel ist. Wie ich schon mehrfach sagte, andere Gedanken erschaffen andere Welten. Mir hat dieses Gedankenspiel sehr geholfen, mich im Unternehmen anders zu positionieren. Darüber hinaus hat es mich unterstützt, den tatsächlichen Schritt in die Selbständigkeit zu gehen.

Hier geht es weiter!

Weitergehende Literatur

Literatur

Pessimisten küsst man nicht – Martin Seligman

Link zur Blogparade

Wenn Türen sich öffnen …

 

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2 comments on “… von offenen Türen

  1. Hallo David,

    habe deinen Blogbeitrag bei Kiwi gesehen und hier weitergelesen. Sehr spannend und interessant, wie dein gesamter Blog. Ich möchte dich deshalb auch zu meiner Blogparade einladen, die noch bis Ende Februar läuft. Thema: Vorbild. Vielleicht hast du Lust mitzumachen? Was läuft und wie es läuft findest du unter
    http://blog.unkrig-personalcoaching.de/wordpress/blogparade-blogkarneval-vorbild-2016/

    Mit bloggerischen Grüßen

    Jörg

    1. Hallo Jörg,
      vielen Dank für die Lorbeeren.
      Dankeschön auch für die Einladung zu deiner Blogparade. Ich muss mal schauen, ob und wie ich dafür Platz finde, zeitlich gesehen. Für mich fängt am 15. Februar ein neues Großprojekt an. Daher kann ich momentan mein Zeitkontingent noch nicht abschätzen.
      Liebe Grüße zurück

      Peter (David)

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