Was ist der Geruch der Stille?

Was ist der Geruch der Stille?

Was ist ihr Geschmack?

Gewünschte Stille kann für uns etwas sehr Angenehmes sein. Eine (Frei-) Raum zur Erholung von Hektik und Anforderungen. Wir dürfen in uns gehen und unseren Träumen folgen. Einfach mal nur für uns SEIN. Natürlich geht das auch mit anderen. Gemeinsam schweigen können, ist für mich eines der größten Geschenke in Beziehungen.

Das Wahrnehmen der Stille können wir ausweiten, wenn wir all unsere Sinne einsetzen und hierzu möchte ich dich einladen. 

Hören

Meist verbinden wir Stille mit der Abwesenheit von Geräuschen. Ob sie tatsächlich abwesend sind, wage ich zu bezweifeln. Immerhin kannst du die Tür nach dir schließen und die Geräusche so verringern.

Eine andere Möglichkeit ist das Verdrängen der Laute und Töne. In einer Meditation oder wenn du dich einem ganz bestimmten Geräusch hingibst. Das kann durchaus auch eine Musik sein, die dich zum Verweilen einlädt. Bei mir sind es dann meist CDs von Clannad oder Enya, manchmal auch leises Klavierspiel. Vorsicht, das ist wirklich Geschmackssache.

Sehen 

Auch unsere Augen können Stille finden. Bilder von Schneelandschaften, gerade im Winter. Meere, Flüsse und Wälder können uns in die Stille führen. Sei es bei einem tatsächlichen Spaziergang oder auch als Bild zur Unterstützung einer Meditation.

Fühlen

Für mich ist Stille ein Gefühl, das sich im Körper ausbreitet. Langsam vom Kopf bis zu den Füßen. Ist dieses Gefühl bei den Füßen angekommen, wechselt es. Es strahlt vom Buchnabel in alle Winkel meines Körpers.

Was dein Gefühl ist, kannst nur du herausfinden. Trau dich einfach mal und spüre dem Gefühl der Stille nach.

Riechen

Spätestens jetzt wird es meist etwas schwierig. Welchen Geruch hat Stille für dich? Nun, fällt dir was ein? Bei mir gibt es spontan drei Gerüche, die für mich mit Stille einhergehen. Einmal ist es der torfige, erdige Geruch des Waldes, indem nur die Vögel zwitschern und Blätter rauschen, wenn sanft die Sonne durch die Äste fällt.

Dann gibt es den Geruch von Tang und Meer, der beim Spaziergang an mich dringt, wenn meine Füße sanft im Sand versinken, die Wellen ihre Melodie rauschen und das Blau mich anstrahlt.

Der Geruch von Feuer, das mich in der kalten Nacht wärmt. Äste das Knistern und Funken das Tanzen.

Schmecken

Das Schmecken der Stille ist bei mit tatsächlich jahreszeitabhängig. Im Sommer ist es der Geschmack von Honig. Sanft haben ihn summende Bienen eingefangen, während sie von Blume zu Blume schwebten.

Im Winter ist es der erdige Rotwein. Der Geschmack von Apfel, Pflaume und Zimt, der samtig meinen Rachen herunterläuft. Eingefangene Aromen der letzten, starken Sonnenstrahlen des Jahres.

Und Du?

Lass dich mal darauf ein. Suche nach Gerüchen und Geschmäckern von Freude, Erfolg, Liebe, Träumen … Je mehr Sinne du einsetzen kannst, umso intensiver wird das Erleben der Situationen sein.

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