Selbstwertgefühl bekommen

Wie du sicher das bekommst, was du willst

Worum geht es

Im Großen und Ganzen geht es um Ängste, die unserem Selbstwertgefühl im Wege stehen, um das zu bekommen, was wir wollen, also, unsere Wünsche erreichen. Dabei wurde uns die Selbstfürsorge im wahrsten Sinne des Wortes mit in die Wiege gelegt. Und damit eine Stärkung unseres Selbstwertgefühls. Nach einem Ausblick über die Herkunft der Ängste, geht es darum wie wir vorgehen können, um unsere Wünsche zu erfüllen. Hierbei schauen wir kurz auf die Rückwirkung der Umgebung.

der Weg zu mehr Selbstwertgefühl

Die Selbstfürsorge in der Wiege

Oft bekommen wir nicht das was wir wollen, weil wir Angst haben ins kalte Wasser zu springen. Bevor ich darauf eingehe, woher diese Angst kommt, möchte ich einen Schritt zurückgehen. Wenn du eigene Kinder hast, wirst du das folgende nochmals besser nachvollziehen können.

Wir alle waren Säuglinge. Es hat uns nicht gestört, was die Anderen dachten. Wenn wir Hunger hatten, haben wir geschrien. Wir machten uns keine Gedanken darüber, ob Mutter derzeit anderes zu tun hat. Manche Nacht haben wir, dank unserer lauten Stimme, zum Tage gemacht. Dass unsere Eltern schlafen wollten, hat uns nicht beeindruckt. Kurz und gut, wir waren richtig große Egomanen, die sich nur an sich selbst und ihren Bedürfnissen orientierten. Die Natur hat glücklicherweise dafür gesorgt, dass unsere Eltern uns das nicht übel nehmen. Jetzt geht es von unserer „Ich-Zentriertheit“ zur Angst.

selbstwertgefühl und Angst

Wie unsere Ängste entstehen

Nach und nach wuchsen wir heran. Wir verstanden, was die Eltern sagten, auch wenn wir viele „Neins“ nicht akzeptierten. Sobald unseren Eltern klar wurde, dass wir ein „Nein“ verstanden, wuchs der Antrieb in ihrer Erziehung. Wir wurden begrenzt. Unser Wille und unser Bedürfnis standen nicht mehr im absoluten Vordergrund. Nicht, dass wir uns hier falsch verstehen, Erziehung ist wichtig.

Es wurde uns klar, dass wir eine Balance zwischen eigenen Bedürfnissen und der Zugehörigkeit zu unserer Familie finden mussten. Es entsteht Prozess, der unbewusst abläuft. Da die Zugehörigkeit zur Familie unser Überleben sicherte, nicht nur aus einer evolutionsbiologischen Sicht, lernten wir, unsere Bedürfnisse zu Gunsten der Zugehörigkeit zurückzustellen.

Ängste senken dein Selbstwertgefühl bis du dich ihnen stellst.

Unser Umfeld kommt ins Spiel

Hinzu kommen Rückmeldungen aus unserem erweiterten Umfeld. Dazu gehören Kindergarten, Schule, Freundschaften und so weiter. Wie gesagt, Zugehörigkeit ist ein wichtiger Bestandteil unseres sozialen Lebens. Wenn wir in unserem Lebensumfeld, beispielsweise für Fehler sehr stark gemaßregelt worden, könnte sich unsere Versagensängste deutlich ausgebaut haben.

Die sozialen Normen, die in unserer Familie, unserm erweiterten Umfeld und auch unserer Kultur gelten, haben uns ebenfalls beeinflusst. Aus den „Beeinflussungen“ wuchs all das, was wir tun dürfen und unterlassen müssen. Viele unserer Handlungen, die aus Versagensängsten, Unsicherheiten sowie dem Bedürfnis nach Zugehörigkeit entstehen, sind so automatisiert, dass sie uns kaum noch auffallen. Deswegen hinterfragen wir sie als Erwachsene zu selten.

selbstwertgefühl, Lust und Angst

Vor der Lust steht oft der Schmerz

Es gibt noch einen Punkt, der unsere Ängste schürt. Epikur, ein griechischer Philosoph, ging davon aus, dass unser Handeln von zwei Hauptimpulsen bestimmt wird. Diese sind, das Erlangen von Lust, und das Vermeiden von Schmerz. Das Problem hierbei ist, dass wir uns, wenn wir in den Bereich der „Lust“ kommen wollen, uns dem „Schmerz“ stellen müssen.

Wir begegnen unseren Ängsten, unseren Schwachstellen und unserem Schatten, das tut weh. Deshalb werden wir versuchen, den Schmerz zu vermeiden. Wir können lange ausharren oder wir warten, bis es nicht mehr anders geht. Alles getreu dem Motto: „Lieber ein bekanntes Unglück als ein unbekanntes Glück.“ Das ist auch ein Grund, warum Menschen, die stark körperlicher Gewalt ausgesetzt sind, bei ihrem Peiniger bleiben. Von Selbstwertgefühl fehlt dann jede Spur.

Wie ist das mit dem Selbstwertgefühl und dir?

Es geht darum , ein wenig zu dem „Baby-Ich“ zurückzufinden. Wir uns selbst wieder für wichtig nehmen und unsere Bedürfnisse mehr in den Vordergrund rücken. Das wird dein Selbstwertgefühl stärken.

Wenn wir zu dem Menschenschlag gehören, der eher auf andere als auf sich achtet, wird unsere Umgebung nicht freundlich auf diese Veränderung reagieren. Solltest du zu diesen Menschen gehören, befindest du dich in guter Gesellschaft. Deutlich mehr als die Hälfte aller Menschen reagieren so. Vornehmlich sind es Frauen, nicht nur.

selbstwertgefühl und gegenwind

Der Gegenwind, der auftreten kann

In dem Moment, in dem du deine Bedürfnisse stärker einforderst, wird deine Umgebung versuchen, diesen Vorgang rückgängig zu machen. Zum einen ängstigen Veränderungen, die meisten Menschen. Wenn du dich veränderst, bist du nicht mehr berechenbar. Andererseits fand es deine Umgebung schön, dass du dich so gut um sie gekümmert hast. Das soll jetzt weniger werden? Spätestens hier beginnt die Angst vor dem Verlust der Zugehörigkeit. Sei hier vorsichtig, so manches Selbstwertgefühl ging dabei baden.

Doch was tun, um das zu bekommen, was du wirklich willst? Ich gehe hier mal davon aus, dass dir klar ist, was du willst.

Stelle dich deinen Ängsten

Wir haben so viele Ängste, die uns abhalten, die Dinge zu unternehmen, welche uns zu unserem „Traumziel“ führen. Diesen Ängsten sollten wir uns stellen, wenn wir weiterkommen wollen. Selbstwertgefühl heist nicht angstfrei zu sein, sonder trotz Angst handeln.

In „The Tools“ von Phil Stutz & Barry Michels gibt es hierzu eine mentale Übung, welche, so die beiden, am besten mit geschlossenen Augen durchgeführt wird.

Sehen Sie den Schmerz vor sich auftauchen wie eine Wolke. Schreien Sie die Wolke im Stillen an: „Schmerz komm her.“ Spüren Sie, wie das intensive Verlangen nach Schmerz Sie in die Wolke zieht.

Schreien Sie im Stillen: „Ich liebe Schmerz!“ während Sie auf ihn zustreben. Gehen Sie tiefer in den Schmerz hinein, bis Sie mit ihm eins sind.

Fühlen Sie, wie die Wolke Sie ausspuckt und sich hinter Ihnen wieder schließt. Sagen Sie sich innerlich voller Überzeugung: „Der Schmerz befreit mich!“ Spüren Sie, während Sie die Wolke verlassen, wie Sie in reines Licht verwandelt werden und sich zielstrebig vorwärtsbewegen.

Mir ist das etwas viel, probiere es für dich dennoch aus. Mir reicht: „Schmerz, du hast keine Macht über mich.“ und „Ich freue mich auf den Preis hinter dem Schmerz!“ als Mantra in schmerzlichen Situationen.

Komm ins Handeln

Auf- und Verschieben kosten nicht nur finanzielle Ressourcen. Unsere emotionales Wohlbefinden wird beeinträchtigt und die Denkleistung eingeschränkt. Ein Effekt in unserem Denken sorgt dafür, dass wir aufgeschobene Aufgaben immer wieder vor Augen gehalten bekommen. Durch das Aufschieben wird unser Selbstwertgefühl untergraben. Etwas übertrieben: „Wenn wir diese oder jene Aufgabe nicht erledigen, wie sollen wir dann mit unserem Leben klarkommen?“

Also Aufgaben entweder erledigen oder einen Zeitpunkt für die Erledigung einplanen und dann auch einhalten. Auch das steigert dein Selbstwertgefühl.

Du bestimmst über dein Schicksal

Du kannst es nicht allen Menschen recht machen und schon gar nicht immer. Deswegen solltest du dir zuerst klar sein, ob deine Handlungen deinen persönlichen Werten entspringen oder, ob du zu viel Rücksicht auf andere nimmst.

Es geht hier nicht darum, rücksichtslos über alle anderen hinweg zu fegen. Werde dir über die Gründe für dein Handeln klar. Letztendlich vergisst der, der immer nur an andere denkt, sich selbst.

Apropos Andere. Vielleicht kennst du den Spruch aus dem Gesundheitsbereich: „Wenn du fünf Ärzte fragst, erhältst du sechs Meinungen.“ So ist das auch im restlichen Leben. Höre zu, was andere sagen, es könnte wichtig sein, es ist nie wichtiger als deine eigene Meinung. Dir sollte es egal sein, was andere Menschen denken. Jeder darf denken, was er möchte. Mach es nicht zu deinem Problem. So zeigst du dein Selbstwertgefühl.

Selbstwertgefühl ist ein spiel

Wenn du schon spielst, spiel auf Sieg

Gib nicht zu schnell auf. Es werden Hindernisse auftauchen. Andere werden versuchen, dich von deinem Weg abzubringen…

An dieser Stelle möchte ich Edison bemühen, auch wenn er in diesem Zusammenhang oft zitiert wird. Wo wären wir heute, wenn Edison, bei dem Versuch die Glühbirne zu entwickeln nach „Fehlversuch“ 548 oder 892 aufgegeben hätte?

Halt an deinen Zielen fest! Überlege dir, wie du mir Rückschlägen umgehen möchtest. Aufgeben ist zwar eine Alternative, leider nutzen wir sie oft zu schnell.

Es ist wie es ist

Natürlich wird es Fehler auf deinem Weg geben. Vielleicht wirst du dein Ziel nicht erreichen. Ja und? Du hast was gelernt! Schau dir kurz an, wie es zu dem Fehler kommen konnte, verschwende aber nicht zu viel Gedanken daran! Überlege lieber, was die nächsten Schritte sind, um das Projekt zu retten oder ein neues zu finden.

Denke an das, was du gut kannst, dann mach es. Sorge dafür, dass es kein Gefühlschaos gibt. „Wenn das Pferd tot ist, steige ab.“ und suche dir gefälligst ein neues.

Verhalten und Gefühl gehören nicht (immer) zusammen

Hier möchte ich dir nur eine Frage mit auf den Weg geben: „Was täte ich, wenn mir scheißegal wäre, was die Anderen über mich denken?“

Fazit

Das Erreichen unserer Wünsche und Bedürfnisse haben wir als Baby gelernt. Die Erziehung und die Umwelt haben uns beigebracht, hierbei nicht rücksichtslos zu sein. Wenn du deinen Wünsche umsetzen möchtest dann:

  • stell dich deinen Ängsten
  • nimm dein Schicksal in die Hand
  • spiel auf Sieg
  • siehe Fehler als normal an
  • trenne dein Verhalten von deinem Gefühl

Weiterführendes

Buch: Der Psychopath in Dir

Zeigarnik-Effekt

Was kann ich tun, um mehr von dem zu bekommen, was ich will?

Der Psychopath in dir – Kevin Dutton
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