Die 80´ger begannen

Für mich begann mein musikalischer Geschmack mit ABBA. Super Trouper war meine erste LP. Ich stand auf Susanne und Susanne auf ABBA. Was gibt es mehr zu sagen? Nun, vielleicht, dass die Sache mir ABBA länger dauerte als die mit Susanne.

Dann kam das Jahr der Jahre meiner Jugend. Es fing mit meiner ersten großen Silvesterparty und „Heat of the Moment an“. Da war ich plötzlich in 1982. Supertramp und Simon & Grafunkel waren meine ständigen Begleiter.

 

„Summer of Love“ würde hier auch ganz gut passen. Freiheit war das Thema und ich genoss (fast – dazu gleich mehr) jeden Tag. Der erste selbstständig geplante Urlaub gehörte dazu. Jeden Tag mit Freunden unterwegs, lachen, feiern und lieben.

Andrea hatte mich vom ersten Tag an fasziniert. Irgendwann fasste ich allen meinen Mut zusammen und gestand ihr, dass ich mich in sie verliebt hatte. Zum Jahr der Jahre kam der Satz der Sätze. „Du bist ja ganz nett, lass uns Freunde bleiben.“ Zur Liebe gehörte damit der erste große Liebeskummer und zu ihm „Dream on“.

 

 

Ich musste mehr als einen Tag heulen. Am zweiten Tag war mir so übel. Dass musste an meinem gebrochen Herzen oder der drei Packungen Mon Cherie gelegen haben. Die Übelkeit verschwand, aber es dauerte verdammt lange, bis ich mich wieder getraut habe, ein Mädchen anzusprechen.

Mit dem Beginn meiner Ausbildung fühlte ich mich ziemlich erwachen. Ich verdiente mein erstes Geld und gab es viel schneller aus, als ich es mühevoll erarbeitet hatte. Aber auch das gehörte zur Freiheit dazu.

Mit „Wind him up“ begann meine recht kurze Disco- und Tanzzeit. Abend raus bis in die Puppen. Am nächsten Morgen zur Arbeit oder zur Schule. Da werde ich glatt doch ein wenig wehmütig. Heute geht das nur noch sehr begrenzt.

Ab 1987 wurde es wieder etwas Ruhiger. Durch eine Fahrt nach Irland kam der irischen Musik mit Enya und Clannad eine größere Rolle zu. Ein Lied aus dieser Zeit wurde ein sehr wichtiger Begleiter für mich, „Ride on“.

Für mich ist es das Lied der verpassten Gelegenheiten und schwierigen Zeiten. Ein Lied, das Raum zum Trauern – so hätte es sein können – gibt. Gleichzeitig erinnert es daran, dass es nun vorbei ist und es darum geht, der nächsten Melodie zu folgen.

Wird fortgesetzt …

 

 

Und Du?

Was waren deine schönen und wichtigen Erinnerungen aus deiner Jugend?

Welchen Weg bist du gegangen?

Wie kannst du Situationen loslassen, die vorbei sind? Was könnte dich unterstützen?

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